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aktualisiert: 30.08.2014

Dämpfen


Das Dämpfen von Schnittholz wurde in der frühen Baukastenherstellung angewandt, um die Farbe der Hölzer zu verändern. Die Farbe wird durch Dämpfen prinzipiell dunkler. Buche zum Beispiel erhält erst durch das Dämpfen ihre rötliche Farbe, ungedämpfte Buche ist hellgelb bis hellbraun. Durch das Dämpfen werden auch andere Holzeigenschaften positiv beeinflusst. So erhöht sich die Biegefestigkeit, und das Einreißen beim Trocknen wird verringert. Das Dämpfen geschah in Dämpfgruben, später in eigens dafür hergerichteten Räumen. Das mit Abstandshaltern aufgeschichtete frische Schnittholz wurde je nach Holzart und -dicke mehrere Tage bis 2 Wochen Dampf ausgesetzt, wobei Zucker und Gerbstoffe zersetzt werden. Es ist anzunehmen, dass der Abdampf der Dampfmaschine dazu eingesetzt worden ist - die Temperatur im Holz darf 100 Grad nicht überschreiten. Danach wurde es wie üblich - also mehrere Jahre in Freiluft - in Stapeln getrocknet.
  Autor: Joachim Kleindienst        Oktober 2008
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Quelle: Tageszeitung Neues Deutschland (ND) vom 4.9.1949